Pflichtangaben auf Rechnungen

Pflichtangaben RechnungWenn die Leistung für Kunden erbracht wurde, muss eine Rechnung geschrieben werden. Dabei müssen die Pflichtangaben auf einer Rechnung berücksichtigt werden.

Wenn die Ware ausgeliefert oder eine Dienstleistung erbracht wurde, muss eine Rechnung dazu gestellt werden. Das verlangt schon das Finanzamt. Es gibt verschiedene Angaben, die müssen auf einer Rechnung angegeben werden. Das ist gesetzlich geregelt. Fehlen diese Angaben, dann kann nicht nur der Empfänger der Rechnungen Schwierigkeiten bekommen sondern auch der Aussteller der Rechnung. Die Unternehmen bekommen Probleme bei der Wirtschaftsprüfung, wenn z.B. unvollständige Rechnungen bezahlt wurden und das Finanzamt kann den Unternehmen auch Probleme machen. Es schadet also nichts, sich ein paar Gedanken zu den Pflichtangaben auf einer Rechnung zu machen.

Diese Seite gibt einen guten Überblick, ersetzt aber nicht die professionelle Beratung. Obwohl die Inhalte gut recherchiert wurden, können wir Abweichungen nicht ausschließen.

In einer (Online) Rechnung müssen folgende Informationen laut § 14 UStG Abs. 4 enthalten sein.

Das Ausstellen von Rechnungen regelt § 14 Umsatzsteuergesetz (UStG).



Pflichtangaben einer Rechnung

  • Vollständiger Name und Anschrift des Leistenden (Absender/Briefkopf der Rechnung)
  • Vollständiger Name und Anschrift des Leistungsempfängers (Empfänger der Rechnung)
  • Ausstellungsdatum
  • Fortlaufende Rechnungsnummer
  • Lieferdatum
  • Für jede Rechnungsposition: Menge, Bezeichnung, Einzel- und Gesamtpreis
  • Summe der Nettobeträge
  • Mehrwertsteuer
  • Endbetrag der Rechnung
  • Hinweis, wenn Rechnungspositionen nicht dem üblichen Mehrwertsteuersatz unterliegen
  • Begründung, wenn Rechnungspositionen mehrwertsteuerfrei sind
  • Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (Umsatzsteuer-ID); Alternativ die Steuernummer oder Einkommensteuernummer
  • Zahlungsfrist bei Rechnungen und Zahlungsbedingungen
  • Bankverbindung des Zahlungsempfängers
  • Für elektronisch versandte Rechnungen war lange Zeit eine elektronische Signatur nötig. Sie wurde Ende 2011 rückwirkend zum 1. Juli 2011 abgeschafft (siehe BMF-Information).

Sonderfall Kleinunternehmer

Freiberufler und/oder Gewerbetreibende, die nach § 19 UStG keine Umsatzsteuer ausweisen, müssen keine Mehrwertsteuer aufführen. Eine Begründung, warum eine Rechnung oder Rechnungspositionen mehrwertsteuerfrei sind, muss aber auch bei einem Kleinunternehmer auf die Rechnung. Folgende Formulierung sind möglich:

  • Rechnungsbetrag wird nach Kleinunternehmerregelung § 19 (1) UStG nicht mit Mehrwertsteuer ausgewiesen
  • Kein Ausweis von USt gem. § 19 Abs. 1 UStG
  • Rechnungsbetrag ohne Umsatzsteuer gemäß § 19 (1) UStG
  • In dieser Rechnung ist gemäß § 19 (1) UStG keine Umsatzsteuer enthalten
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